Krankenversicherung im Studium: der Beitrag bei jeder Kasse

Mit durchschnittlichem Zusatzbeitrag zahlen Studierende 143 € im Monat, ab 23 ohne Kind 148 €.

Geprüft von Radif Partners · Redaktionsgrundsätze · So rechnen wir

Beitragsgrundlage

855 €

BAföG-Bedarf, gesetzlich fest (§ 236 SGB V)

Jahr

Ihr Beitrag bei BARMER, 2026

146 €

im Monat · Zusatzbeitrag 3,29 %

Beitragspflichtige Einnahme855 €
Krankenversicherung (10,22 % + 3,29 %)116 €
davon Zusatzbeitrag BARMER28 €
Pflegeversicherung31 €
Sie zahlen im Monat146 €
Im Jahr (Ihr Anteil)1.755 €

Günstigste wählbare Kasse in Nordrhein-Westfalen: BKK firmus (2,18 %). Sie zahlen dort 114 € weniger im Jahr. Rang 18 von 53.

Heute gewählt: neue Kasse ab 1. Januar 2027, wenn Sie seit mindestens zwölf Monaten Mitglied sind.

  • Die studentische Versicherung endet in der Regel mit dem Semester, in dem Sie 30 werden (§ 190 Abs. 9 SGB V); danach freiwillig mit Mindestbeitrag.
Rechenweg Schritt für Schritt
  1. Einnahme 3.800 € → beitragspflichtig 855 € (Grenze 2026: 5.813 € im Monat).
  2. Kranken­versicherung: 10,22 % allgemeiner oder ermäßigter Satz plus 3,29 % Zusatzbeitrag der BARMER, allein getragen.
  3. Pflege: 3,6 %.

Schätzung nach SGB V und SGB XI. Verbindlich ist die Berechnung Ihrer Kasse oder Ihres Arbeitgebers. So rechnen wir

Alle 53 Kassen, die Sie in Nordrhein-Westfalen wählen können, in Euro

#KasseZusatzbeitragSie zahlen/Monatgegenüber heute/Jahr
1BKK firmus · regional2,18 %137 €−114 €
2BKK Public · regional2,50 %140 €−81 €
2TUI BKK2,50 %140 €−81 €
4hkk2,59 %140 €−72 €
5Audi BKK2,60 %140 €−71 €
6Techniker Krankenkasse (TK)2,69 %141 €−62 €
7WMF BKK2,85 %143 €−45 €
8HEK2,89 %143 €−41 €

Minus = Sie zahlen dort im Jahr weniger als bei BARMER. Betriebskrankenkassen, die nur Beschäftigten ihres Trägers offenstehen, fehlen hier.

Studierende, die nicht mehr über die Eltern familienversichert sind, zahlen in der gesetzlichen Krankenversicherung einen festen Studentenbeitrag. Grundlage ist nicht das eigene Einkommen, sondern der BAföG-Bedarf für Studierende, die nicht bei den Eltern wohnen: 855 € im Monat (§ 236 SGB V mit § 13 BAföG). Darauf gelten sieben Zehntel des allgemeinen Beitragssatzes, also 10,22 %, plus der volle Zusatzbeitrag der Kasse (§ 245 SGB V), und die Pflegeversicherung mit 3,6 %, ab dem 23. Geburtstag ohne Kind 4,2 %. Mit dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9 % sind das 112 € Krankenversicherung und 31 € Pflege, zusammen 143 € im Monat. Weil die Grundlage für alle gleich ist, unterscheidet nur der Zusatzbeitrag die Kassen: Zwischen BKK firmus und BKK24 liegen 227 € im Jahr. Die studentische Versicherung gilt bis zum Abschluss des 14. Fachsemesters, längstens bis zum 30. Geburtstag.

Studentenbeitrag bei ausgewählten Kassen

2026, Grundlage 855 €; alle Kassen im Rechner oben
KasseZusatzbeitragKrankenversicherungPflege unter 23zusammen
BKK firmus2,18 %106 €31 €137 €
hkk2,59 %110 €31 €140 €
Techniker Krankenkasse (TK)2,69 %110 €31 €141 €
AOK Bayern2,69 %110 €31 €141 €
DAK-Gesundheit3,20 %115 €31 €146 €
BARMER3,29 %116 €31 €146 €
BKK244,39 %125 €31 €156 €

Warum alle Studierenden auf 855 € zahlen

Der Gesetzgeber hat für Studierende eine feste beitragspflichtige Einnahme gewählt, damit niemand sein Einkommen nachweisen muss: den monatlichen Bedarf, den das BAföG für Studierende mit eigener Wohnung festsetzt, 855 €. Ändert sich der BAföG-Satz, ändert sich der Beitrag ab dem folgenden Semester, also zum 1. April oder 1. Oktober. Ob Sie selbst BAföG bekommen, spielt dabei keine Rolle.

Gezahlt wird für das Semester im Voraus oder monatlich, je nach Kasse; die Hochschule verlangt bei der Einschreibung nur die Meldung der Kasse, dass Sie versichert sind. Wer die Kasse wechselt, gibt der Hochschule die neue Kasse an. Die Fristen sind dieselben wie für alle: zwölf Monate Bindung, Wechsel zum übernächsten Monat (Wechsel rechnen).

Kinderlosenzuschlag ab 23

Viele Studierende überrascht er im Semester nach dem 23. Geburtstag: Ab dann zahlen Kinderlose 0,6 % mehr Pflegebeitrag, beim Studentenbeitrag 5,13 € im Monat. Wer ein Kind hat, weist es der Kasse einmal nach und zahlt den Zuschlag nicht (mehr zum Pflegebeitrag).

Was Versicherte fragen

Bis wann bin ich als Student über meine Eltern versichert?

Bis zum 25. Geburtstag, solange Ihr eigenes Gesamteinkommen 565 € im Monat nicht übersteigt, mit Minijob 603 € (§ 10 SGB V). Ein freiwilliger Wehrdienst oder ein Freiwilligendienst verlängert die Frist. Danach, oder wenn ein Elternteil privat versichert ist und mehr verdient, brauchen Sie die eigene studentische Versicherung.

Ändert sich der Studentenbeitrag, wenn ich neben dem Studium arbeite?

Nein, solange Sie als Werkstudent während der Vorlesungszeit nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten: Dann bleiben Sie in der Beschäftigung versicherungsfrei und zahlen weiter den festen Studentenbeitrag. Arbeiten Sie dauerhaft mehr, werden Sie als Beschäftigter versichert und zahlen auf den Lohn. Ein Minijob ändert am Beitrag nichts.

Was zahle ich nach dem 30. Geburtstag?

Die studentische Pflichtversicherung endet mit dem Semester, in dem Sie 30 werden (§ 190 Abs. 9 SGB V); eine Grenze nach Fachsemestern kennt das Gesetz heute nicht mehr. Danach werden Sie freiwilliges Mitglied. Ohne eigenes Einkommen gilt die Mindestbemessung von 1.318,33 € im Monat mit dem vollen ermäßigten Satz von 14 % plus Zusatzbeitrag; das ist deutlich mehr als der Studentenbeitrag. Längere Studienzeiten können aus familiären oder persönlichen Gründen anerkannt werden.

Kann ich mich als Student von der gesetzlichen Versicherung befreien lassen?

Ja, innerhalb von drei Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht, wenn Sie privat versichert sind, etwa über die Beihilfe eines Elternteils oder als internationale Studentin mit einem anerkannten Vertrag (§ 8 Abs. 1 Nr. 5 SGB V). Die Befreiung gilt für das ganze Studium und lässt sich nicht widerrufen.

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Herausgeber eines Beitragsrechners für die gesetzliche Krankenversicherung · Zusatzbeiträge aller Kassen

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