BARMER: Zusatzbeitrag und was Sie im Monat zahlen

Die BARMER nimmt 3,29 % Zusatzbeitrag; bei 3.800 € brutto sind das 408 € im Monat für Kranken- und Pflegeversicherung.

Geprüft von Radif Partners · Redaktionsgrundsätze · So rechnen wir

ohne Einmalzahlungen

Jahr

Ihr Beitrag bei BARMER, 2026

408 €

im Monat · Zusatzbeitrag 3,29 %

Beitragspflichtige Einnahme3.800 €
Krankenversicherung (14,6 % + 3,29 %), Ihr Anteil340 €
davon Zusatzbeitrag BARMER63 €
Pflegeversicherung68 €
Sie zahlen im Monat408 €
Arbeitgeber zahlt dazu408 €
Im Jahr (Ihr Anteil)4.900 €

Günstigste wählbare Kasse in Nordrhein-Westfalen: BKK firmus (2,18 %). Sie zahlen dort 253 € weniger im Jahr. Rang 18 von 53.

Heute gewählt: neue Kasse ab 1. Januar 2027, wenn Sie seit mindestens zwölf Monaten Mitglied sind.

Rechenweg Schritt für Schritt
  1. Einnahme 3.800 € → beitragspflichtig 3.800 € (Grenze 2026: 5.813 € im Monat).
  2. Kranken­versicherung: 14,6 % allgemeiner oder ermäßigter Satz plus 3,29 % Zusatzbeitrag der BARMER, je zur Hälfte mit Arbeitgeber.
  3. Pflege: 3,6 %.

Schätzung nach SGB V und SGB XI. Verbindlich ist die Berechnung Ihrer Kasse oder Ihres Arbeitgebers. So rechnen wir

Alle 53 Kassen, die Sie in Nordrhein-Westfalen wählen können, in Euro

#KasseZusatzbeitragSie zahlen/Monatgegenüber heute/Jahr
1BKK firmus · regional2,18 %387 €−253 €
2BKK Public · regional2,50 %393 €−180 €
2TUI BKK2,50 %393 €−180 €
4hkk2,59 %395 €−160 €
5Audi BKK2,60 %395 €−157 €
6Techniker Krankenkasse (TK)2,69 %397 €−137 €
7WMF BKK2,85 %400 €−100 €
8HEK2,89 %401 €−91 €

Minus = Sie zahlen dort im Jahr weniger als bei BARMER. Betriebskrankenkassen, die nur Beschäftigten ihres Trägers offenstehen, fehlen hier.

Die BARMER, eine der großen Ersatzkassen, führt in der Liste des GKV-Spitzenverbands einen Zusatzbeitrag von 3,29 %. Auf das Bruttogehalt bis zur Bemessungsgrenze fallen damit 17,89 % Krankenversicherung an, je zur Hälfte von Ihnen und Ihrem Arbeitgeber bezahlt. Ein Mitglied mit 3.800 € brutto und einem Kind trägt so 408 € im Monat selbst, Pflege eingeschlossen. Der Satz liegt 0,39 Punkte über dem amtlichen Durchschnitt von 2,9 %; in Euro sind das bei diesem Gehalt 89 € im Jahr. Unter den 71 frei wählbaren Kassen steht die BARMER auf Platz 28. Die Techniker Krankenkasse ist günstiger, die DAK-Gesundheit günstiger. Die BARMER ist in allen Ländern wählbar, ein Umzug ändert an der Mitgliedschaft also nichts. Ob sich ein Wechsel für Sie rechnet, zeigt der Rechner oben mit Ihrem eigenen Gehalt und Ihrem Bundesland.

Wo die BARMER im Preisgefüge der Ersatzkassen steht

Ersatzkassen wie BARMER, TK, DAK-Gesundheit oder hkk waren früher Angestellten bestimmter Berufe vorbehalten; heute kann jede und jeder Versicherungspflichtige sie wählen, in jedem Bundesland. Weil die Leistungen zum größten Teil gesetzlich festgelegt sind, unterscheidet sich der Preis fast nur über den Zusatzbeitrag. Die BARMER liegt mit 3,29 % im Mittelfeld der Liste: 27 frei wählbare Kassen verlangen weniger, 43 gleich viel oder mehr. Wer bei einem Arbeitgeber mit eigener Betriebskrankenkasse arbeitet, sollte auch diese prüfen; sie fehlt in der öffentlichen Rangliste. Umgekehrt gilt: Eine teurere Kasse muss kein schlechtes Angebot sein, wenn ihre Satzung Leistungen enthält, die Sie tatsächlich nutzen. Der Zusatzbeitrag ist nur der Teil des Preises, der sich in Euro vergleichen lässt.

3.800 € brutto, ein Kind, 2026
KasseZusatzbeitragIhr Beitrag im Monatgegenüber BARMER im Jahr
hkk2,59 %395 €−160 €
Techniker Krankenkasse (TK)2,69 %397 €−137 €
DAK-Gesundheit3,20 %407 €−21 €
BARMER3,29 %408 €·

Beitrag bei der BARMER nach Lebenslage

2026, mit einem Kind
LageGrundlageIhr Anteil im Monat
Angestellt2.500 €269 €
Angestellt3.800 €408 €
Angestellt, Bemessungsgrenze5.812,50 €625 €
In Rente1.600 €201 €
Selbstständig, ohne Krankengeld3.000 €627 €
Studierend, unter 23855 €146 €

Vom Monatsbeitrag eines Beschäftigten mit 3.800 € entfallen 63 € auf den Zusatzbeitrag der BARMER; alles andere ist bei jeder Kasse gleich. Selbstständige spüren den Satz doppelt, weil sie ihn ganz tragen. Für sie ist der Unterschied zur günstigsten frei wählbaren Kasse, BKK firmus, bei 3.000 € Gewinn entsprechend größer als bei Angestellten.

Erhöhung zum Jahreswechsel: was BARMER-Mitglieder tun können

Die BARMER legt ihren Satz für 2027 im Dezember fest. Steigt er, dürfen Sie bis zum Ende des Monats, ab dem der neue Satz gilt, zu einer anderen Kasse gehen, auch wenn Sie noch keine zwölf Monate Mitglied sind (Sonderkündigungsrecht). Die Kasse muss Sie vorher anschreiben. Mit welchem Termin die neue Mitgliedschaft beginnt, rechnet der Fristenrechner aus; alle Sätze stehen in der vollständigen Liste.

Was Versicherte fragen

Wie hoch ist der BARMER-Beitrag für Beschäftigte genau?

Ihr Anteil an der Krankenversicherung beträgt 8,95 % des Bruttos, dazu kommen 1,8 % Pflege. Bei 2.500 € brutto ergibt das 269 €, bei 3.800 € 408 € im Monat. Über 5.812,50 € steigt nichts mehr; dort zahlen Sie 625 €. Kinderlose ab 23 rechnen 0,6 % Pflegezuschlag hinzu.

Lohnt sich ein Wechsel von der BARMER zur TK?

Beim Preis ist die TK günstiger als die BARMER: Sie verlangt 2,69 %. Bei 3.800 € brutto macht das 137 € im Jahr aus, an der Bemessungsgrenze 209 €. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie wichtig Ihnen Leistungen sind, die der Satz nicht zeigt, etwa Bonusprogramme oder Geschäftsstellen vor Ort.

Was zahlen BARMER-Mitglieder in Rente?

Bei einer gesetzlichen Rente von 1.600 € ziehen Rentenversicherung und Kasse zusammen 201 € im Monat ab: die Hälfte von 17,89 % Krankenversicherung und die volle Pflege. Die andere Hälfte der Krankenversicherung zahlt die Rentenversicherung. Ändert die BARMER ihren Satz, wirkt das bei der Rente erst zwei Monate später.

Muss ich die BARMER kündigen, wenn ich zu einer anderen Kasse gehe?

Nein. Sie stellen den Antrag bei der neuen Kasse, die der BARMER Ihren Wechsel elektronisch meldet. Die BARMER bestätigt das Ende der Mitgliedschaft, die zum Ablauf des übernächsten Monats endet, wenn Sie mindestens zwölf Monate Mitglied waren oder die BARMER ihren Satz erhöht hat.

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